Dr. med. dent. Rolf Adler Dr. med. dent. Jörg Häfliger Dr. med. dent. Christoph Meier Dr. med. dent., Dr. med. Balthasar Zaugg
Zahnärzte Dres. med. dent. Adler, Häfliger, Meier, Zaugg - Luzern, Schweiz - Parodontologie, Ästhetische Zahnmedizin, Oralchirurgie, Implantologie.
Symptome von Parodontitis
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Hinweis
Parodontologie
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Symptome von Parodontitis
Welches sind die Anzeichen von Parodontitis?


Der Beginn einer Parodontitis ist für die Betroffenen schwierig zu erkennen. Das erste Alarmzeichen für Gingivitis oder Parodontitis ist blutendes Zahnfleisch zum Beispiel beim Zähne putzen. Zwischen Zahnoberfläche und Zahnfleisch vertieft sich die normalerweise nur 1 – 2 mm tief sondierbare Furche um mehrerer Millimeter. Mit der Zeit entstehen entzündete, infizierte Zahnfleischtaschen. Weitere Symptome sind Rötung und Schwellung des Zahnfleisches, Mundgeruch, eitrige Abszesse und Schmerzen. In fortgeschrittenen Fällen bemerken die Patienten eine Lockerung, eventuell eine Verschiebung der Zahnstellung sowie Schwierigkeiten beim Kauen.

Bei der parodontalen Untersuchung in der zahnärztlichen Praxis werden diese Anzeichen als Befunde gemessen: Die Blutung mit dem Blutungstest, die Taschenbildung mit einer Taschensondierung in Millimetern und die Zahnlockerung mit der Zahnbeweglichkeitsmessung. Der Knochenabbau wird mit Röntgenaufnahmen aller betroffenen Zähne dokumentiert. Die erhobenen Werte dienen einerseits der Diagnose und sind Voraussetzung für den Behandlungsplan. Andererseits braucht sie der Zahnarzt zum späteren Vergleich mit den Befunden bei Abschluss der Behandlung und während der unterstützenden Nachsorge.



Wer hat Parodontitis?
Wie wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, gehören Gingivitis und Parodontitis zu den häufigsten Krankheiten des Menschen überhaupt. Schon bei 20-jährigen Schweizer Rekruten beträgt die Häufigkeit des Gingivitisbefalles um 90 %. Bei den über 40-jährigen Schweizern ist die Parodontitis die häufigste Ursache für den Zahnverlust. Ein gesundes Parodont ist deshalb für die Zahnerhaltung von fundamentaler Bedeutung.



Welches sind die Folgen von Parodontitis?
Eine unbehandelte Parodontitis führt über kurz oder lang zum Zahnverlust mit allen negativen Konsequenzen für die Ästhetik, die Kaufunktion und den aufwändigen Zahnersatz. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen zudem, dass die häufig über mehrere Jahrzehnte dauernden chronischen Entzündungen des Zahnfleisches zu einer allgemeinen Schädigung von Blutgefässen führen können: Parodontitispatienten leiden wesentlich häufiger unter Herz- und Kreislauferkrankungen als Menschen mit gesundem Zahnfleisch: Das Herzinfarkt- und Hirnschlagrisiko ist 4-6 fach erhöht. Schwangere haben häufiger Komplikationen (Frühgeburten). Bei Diabetikern ist die Diabeteskontrolle erschwert. Es geht also nicht nur um die Erhaltung der Zähne sondern auch um die Gesundheitsvorsorge im Allgemeinen.



Wie kann Parodontitis verhütet werden?
Ohne bakterielle Zahnbeläge entstehen weder Gingivitis noch Parodontitis. Die Grundlage der erfolgreichen Mundhygiene ist die Reinigung aller Zahnoberflächen mit der Zahnbürste und Zahnpasta. Entscheidend ist die exakte Reinigung der Zahnzwischenräume. Dafür ist die Verwendung zusätzlicher Hilfsmittel notwendig. Je nach Grösse der Zahnzwischenräume und Zahnstellung kommen Zahnseide, Zahnhölzchen oder kleine Zahnzwischenraum-Bürstchen zum Einsatz. Die korrekte Anwendung dieser Hilfsmittel muss unter Anleitung von zahnmedizinischem Fachpersonal individuell geübt werden. Da eine perfekte Belagsentfernung zuhause häufig nur schwer erreichbar ist, sind regelmässige Kontrollen in der zahnärztlichen Praxis nötig. Bei diesen Kontrollsitzungen wird neben den Zahnbelägen immer auch der Zahnstein entfernt, welcher sich aus liegen gebliebenen Zahnbelägen und Mineralstoffen des Speichels gebildet hat. Der Patient lernt, in welchem Gebissabschnitt seine eigenen Bemühungen noch nicht genügend erfolgreich waren.
Vorbeugen ist besser und bedeutend billiger als heilen!




Bildlegende
Abb. links: Das durch ungenügend entfernte Bakterienbeläge stark entzündete Zahnfleisch blutet bei leichtem Berühren mit einer stumpfen Sonde: Die Diagnose ist klar: Schwere interdentale Gingivitis!

Abb. rechts: Nach zweimaliger professioneller Reinigung bei der Dentalhygienikerin und Instruktion einer korrekten Zahnputztechnik für die Zahnzwischenräume reagiert das Zahnfleisch bei gleicher Berührung OHNE BLUTEN = GESUND.

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